Baileyspralinen

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Weihnachtszeit ist für mich nicht nur die passende Jahreszeit um  Kekse zu backen, sondern auch dazu wieder Pralinen herzustellen. Meine ersten Versuche habe ich damit gestartet, indem ich mit Hohlkörpern gearbeitet habe. Allerdings ist die Schokolade der Hohlkörper nicht so hochwertig, wie ich es mir wünschen würde. Gerade bei Pralinen kommt es auf die Qualität der Kuvertüre an. Meine Einstellung dazu ist, wenn man sich die Mühe macht Pralinen selber herzustellen, sollten es auch gute Zutaten sein. Da ich immer mehrere Sorten mache, bestelle ich mir die Kuvertüre (Callebaut-Kuvertüren) aus dem Internet. Dort wo ich sie bestelle, muss ich auch nicht mehr die Kuvertüre zerkleinern, weil sie schon in kleinen Pellets ist und sich dadurch auch besser portionieren lässt.

Im zweiten Anlauf beschloss ich die Trüffelmasse selber rollen zu wollen und zu überziehen. Die ersten Versuche sahen noch etwas abenteuerlich aus, aber nach etwas herumexperimentieren können sich die Pralinen durchaus sehen lassen.  Gerade bei Pralinen mit Alkohol gilt für mich weniger ist mehr, da sie zwar den Geschmack haben sollen aber nicht zu sehr nach Alkohol schmecken sollen.

Die Pralinenherstellung braucht etwas Zeit und Geduld jedoch lohnt sich die Mühe am Ende. Die Pralinen sind auch ein schönes Geschenk, gerade zu Weihnachten um seine Lieben damit zu überraschen.

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Zutaten:

300 g Marabou Schokolade

40 g Baileys

50 g Sahne

ca. 200 g weiße Kuvertüre

ca. 30 – 50 Vollmilchkuvertüre

Frischhaltefolie

1 Pralinengabel

1 Rouladennadel

1 Paar dünne lebensmitteleckte Gummihandschuhe

  1. Die Marabou Schokolade grob zerhacken und in eine Metallschüssel geben. Den Baileys und die Sahne dazu geben und über einem Wasserbad schmelzen. Zwischendurch durchrühren. Wenn alle Zutaten gescholzen sind noch einmal durchrühren. Die Masse abkühlen lassen und dann die Schüssel mit Frischhaltefolie bedecken.  Die Masse am besten über Nacht durchziehen lassen.
  2. Ein Backblech oder alternativ ein großes Holzbrett mit Frischhaltefolie beziehen. Die Gummihandschuhe anziehen. Von der Masse jeweils ca. einen halben Teelöffel abstecken, zu einer Kugel formen und auf das Backblech legen. Meine Erfahrung ist, auf einem Teller kleben die Kugeln fest.  Die Kugeln erst mal wieder bis zum nächsten Tag beiseite stellen und mit Frischhaltefolie bedecken. So kann sich auf den Kugeln eine kleine „Haut“ bilden und auch noch einmal nachgearbeitet werden, wenn die Oberfläche zu ungleichmässig geworden ist.
  3. Am nächsten Tag die weiße Kuvertüre grob zerhacken und im Wasserbad erwärmen bis sie geschmolzen ist.  In der Zwischenzeit ein zweites Blech bzw. Brett bereit stellen, welches ebenfalls wieder mit Frischhaltefolie bezogen wird. Jetzt kommt, der wie ich finde, schwierigste Teil, weil die Kuvertüre zum beziehen dir richtige Temperatur haben muss. Um heraus zu finden, ob die Kuvertüre die richtige Temperatur hat tauche ich einen Finger hinein und streiche sie an die Unterlippe. Wenn die Schokolade sich noch warm anfühlt ist sie noch zu heiß. Bei der richtigen Temperatur sollte sie sich leicht kühl anfühlen. Ich rühre zur Sicherheit die Schokolade nochmals durch. Zwar sollte man das nicht tun, weil sich dann kleine Bläschen bilden können, aber mir ist es lieber ich habe eine kleine Blase auf der Praline bevor sie weißlich anläuft.
  4. Wenn die Kuvertüre die richtige Temperatur hat taucht man jede Kugel nacheinander in die Schokolade. Um sie herauszuheben nehme ich einen Esslöffel und lege die Praline auf die Pralinengabel. Etwas die Schokolade herunterlaufen lassen und unten mit der Rouladennadel die Schokolade abziehen. Dann auf das Blech legen. Wenn die Kuvertüre die richtige Temperatur hatte trocknet die Kuvertüre langsamer. Wenn sie schnell fest ist, ist es schon ein erstes Anzeichen, dass es vermutlich weißliche Verfärbung geben wird.
  5. Die Vollmilchkuvertüre grob hacken und im Wasserbad schmelzen. Wieder die Temperatur überprüfen s.o. und noch mal durchrühren. Dann etwas Kuvertüre auf den Löffel nehmen und davon etwas in der Schüssel herunterfließen lassen, bevor man die Kuvertüre in einem dünnen Strahl über den Pralinen verteilt.
  6. Wenn die Pralinen getrockent sind, schneide ich mit einem scharfen Messer noch die sogenannten Füßchen ab, damit sie etwas hübscher aussehen. Perfekt ohne Füßchen bekomme ich es nicht hin und so mogel ich eben etwas. Ich denke selbstgemachte Pralinen dürfen auch selbstgemacht aussehen.

Tipp:

Die Kuvertüre die auf der Frischhaltefolie übrig bleibt tue ich in eine Tupperdose und sammel sie für spätere Verwendung. Gerade die Kuvertüre für den Überzug läßt sich nur schwer kalkulieren, weil es da auch drauf ankommt wie groß man die Pralinen macht. Den Rest nutze ich gerne um Mini-Gugl zu machen.

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