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kleiner Fluid painting Workshop 2 – Flip Cup – Dirty pour

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Beim Fluid painting führen viele Wege noch Rom. Es gibt viele Mischungen und Möglichkeiten. In zweiten kleinen Workshop zeige ich euch welche Mischung ich für ein Dirty pour / flip Cup Bild nehme.

Material:

  • eine Leinwand
  • Acrylfarbe
  • Fluid Medium (Floetrol)
  • Silikonspray aus dem Baumarkt
  • Wasser am besten in einer Flasche mit Tülle zum besseren dosieren
  • Plastikbecher
  • Rührstäbe
  • Malerkrepp

Ich habe das Floetrol für mich endeckt. Eigentlich ist es für den Malerbedarf um Wandfarbe flüssiger zu machen, aber eignet sich gut als Fluid Medium. Es ist etwas günstiger als das Fluid Medium aus dem Künstlerbedarf. Ich finde damit lässt sich gut arbeiten. Allerdings trocknen die Bilder etwas langsamer.

Ich habe mir das Floetrol zum besseren dosieren in eine Flasche mit Tülle umgefüllt.

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Euren Arbeitsplatz solltet ihr vorsichtshalber gut abdecken und euch Sachen anziehen die eingesaut werden können. Gerade wenn ich richtig drin in der Arbeit bin möchte ich persönlich nicht darauf achten müssen, ob meine Kleidung sauber bleibt.

 

Den Rand eurer Leinwand einmal mit Malerkrepp bekleben. Auf diese Weise habt ihr später beim drehen eine bessere Kontrolle darüber wo die Farbe hinfließt bzw. sie nicht gleich abhauen kann. Ich habe es gemerkt als ich kein Malerkrepp mit hatte war das Arbeiten schon schwieriger bzw. ich brauchte mehr Farbe.

Ich mache mir auch gerne eine kleine Schlaufe, wo ich dann das Krepp gut abziehen kann.

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Wenn ihr habt die Leinwand in eine Schüssel stellen auf eine Dose, Plastikbecher oder was ihr habt.  Wenn ihr keine Schüssel habt geht es auch ohne ist nur mehr Saukram.

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So sah mein Arbeitsplatz nach einigen Bildern aus, weil ich kein Malerkrepp und keine Schüssel mit hatte. Allerdings habe ich an dem Tag auch nicht genau abgewogen und lieber etwas mehr Farbe genommen.

Für ein 20×20 Leinwand nehme ich 5 Portionen angemischte Farbe. Das kann leicht variieren  und hängt auch etwas von der Ergiebigkeit der Farbe ab. Die Farben von Amsterdam sind wesentlich dicker als die Solo Goya Triton Acrylfarbe. Es soll nur ein grober Richtwert sein, damit ihr wisst wie viel Farbe ihr ungefähr anrühren solltet.

Die Qualität der Farbe spielt auch eine Rolle bei den Ergebnissen der Bilder. Da die Farbe stark verdünnt wird, gibt es bessere Ergebnisse mit Farben in denen auch viele Pigmente sind. Leider sind dies auch die teureren Farben.

Für eine Portion Farbmischung:

10 g Acrylfarbe

3 g Floetrol

Wasser

Sprich ihr gebt ungefähr 1/4 Fluidmedium zu der Farbe hinzu.

Zuerst die Farbe abwiegen (inzwischen mache ich es nach Gefühl), dann das Floetrol dazu geben und dann das Wasser.

Bei der Zugabe von dem Wasser vorsichtig sein und mit sehr kleinen Mengen anfangen. Das hängt eben auch davon ab welche Konsistenz die verwendete Farbe hat. Die Farbe sollte vom Rührstab fließen wie Sahne.

Ich prüfe auch immer noch etwas wie der Widerstand ist beim rühren der Farbe, damit ich möglichst bei allen Mischungen die gleiche Konsistenz habe. Denn das ist wichtig, damit ihr gute Ergebnisse bekommt.

Wenn eine Farbe zu „schwer“ ist, dann landet sie einfach nur auf den Boden vom Bild und ihr seht gar nichts mehr von ihr.

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Die drei Farben habe ich für mein Bild genommen.

Ihr habt eure gewünschten Farben alle angemischt. Ein besseres Ergebnis bekommt ihr, wenn ihr in eine der Farben kein Silikon sprüht. Bei 3 Farben würde ich es bei einer Farbe weglassen. Wenn ihr größere oder mehr Farben nimmt anteilig eben in paar Farben kein Silikon.

Wenn ihr größere Zellen haben möchtet ist es wichtig das Silikon nur kurz unterzurühren.

Wenn ihr damit fertig seid nehmt ihr euch einen weiteren Becher in diesen Becher füllt ihr eure Farben ein. Denkt daran was ihr als erstes Einfüllt wird aller Wahrscheinlichkeit oben auf dem Bild sein und die letzten Farben eher unten. Das hängt allerdings auch mit der „Schwere“ der Farben zusammen.

Wenn ihr die Hälfte eurer Farbe eingefüllt habt sprüht ihr  noch mal Silikon drauf und auch am Ende.

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Jetzt kommt der spannende Moment. Ihr legte eure Leinwand auf den Becher und dann dreht ihr sie mit den Becher um. Den Becher einen Moment stehen lassen, damit die Farbe auch nach unten laufen kann.

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Ja, an dem Tag hatte ich mein Malerkrepp vergessen mitzunehmen.

Dann hebt ihr den Becher und die Farbe kann erst mal etwas fließen

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Jetzt könnt ihr das Bild noch etwas drehen und die Farbe bewegen. Durch das Malerkrepp an der Seite wird die Farbe daran gehindert jetzt schon von der Leinwand zu fließen. Wenn man es nicht zu Hause vergessen hat 😉 . Es hat auch den Vorteil es spart etwas an Acrylfarbe wie ich finde.

Wenn die ganze Leinwand mit Farbe bedeckt ist und ihr soweit zufrieden mit dem Bild zieht ihr das Malerkrepp ab. Jetzt fließt noch Farbe an den Seiten herunter. Ich verteile sie ggf. noch mit den Finger etwas am Rand, damit auch die Ränder der Leinwand komplett mit Farbe überzogen sind.

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Jetzt habt ihr die Wahl entweder lässt ihr das Bild so oder ihr könnt es noch durch drehen etwas verändern, in die eine oder andere Richtung. Wenn ihr zu viel dreht verschwinden unter Umständen allerdings die Zellen.

Bei der Mischung verzichte ich inzwischen aufs abbrennen sprich kurz mit den Lötbrenner übers Bild zu gehen, weil ich nur eine minimale Veränderung des Bildes fest stellen kann. Es sich vielleicht noch ganz kleine Zellen bilden. Ich denke das ist Geschmackssache.

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So sah es dann nach dem abbrennen aus. Viel verändert hat das Bild sich nicht mehr.

Das Bild kann unter Umständen noch in den nächsten Stunden etwas runtertropfen oder es an der Unterlage festkleben könnte solltet ihr noch unters Bild etwas runter stellen wie einen Becher oder.

Dann folgt im Grunde noch die Zeit des Wartens, ob das Bild so bleibt. Verändert es sich noch etwas. Wie trocknen die Farbe? Gibt es Risse, weil die Farbe zu dick angemischt war? Rechnet bei kleineren Bildern so mit 24 bis hin zu 72 Stunden Trockungszeit. Das hängt von eurer Farbmischung und auch den Außenbedingungen ab.

Vermeidet bitte die Bilder in die pralle Sonne zu stellen, weil dann die oberste Farbschicht zu schnell trocknet und es dann auf jeden Fall Risse in der Farboberfläche.

 

 

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kleiner Fluid Painting Workshop I

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Passend zu Halloween wollte ich bei diesen Bild nur mit den passenden Farben arbeiten.

Fluid Painting ist eine Art Bilder zu erschaffen, die ich sehr spannend finde, weil das Ergebnis nicht wirklich berechenbar vor. Jedes Bild wird anders. Vor allem macht es mir Spaß mit der Farbe rumzusauen und mich einfach darauf einzulassen was daraus entsteht.

Bei dieser Variante verzichtet ihr auf das Fluid Medium. Die Mischung ist allerdings für Pouring nicht geeignet d.h. Farbe in einem Becher zu mischen und dann auf die Leinwand zu bringen.

Dafür braucht man wieder eine andere Mischung. Ich hoffe es in den nächsten Tagen dazu auch noch einen Blogeintrag zu machen.

Beim entstehen dieses Bildes wollte ich es nutzen daraus einen kleinen Workshop zu machen, wie ihr selber solche Bilder machen könnt.

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Dazu braucht ihr:

  • eine Leinwand (ich habe eine 20×20 Leinwand genommen.)
  • Acrylfarbe
  • Plastikbecker oder ähnliches um die Farbe anzumischen.
  • Stolzstäbe zum umrühren
  • Wasser am besten in einer Flasche mit Tülle, damit man es besser dosieren kann.
  • Klarsichthüllen
  • Silikonspray (aus dem Baumarkt)
  • einen Lötbrenner oder Creme Brülebrenner

Da man bei dieser Technik doch etwas Saukram macht euren Arbeitsbereich gut abdecken. Gut ist auch eine Plastikschüssel in der ihr arbeitet um die überschüssige Farbe aufzufangen.

Zum ausprobieren würde ich euch zu einer Leinwandgröße um 15×15 bis 20×20 cm raten. je größer das Bild wird um so schwieriger wird es mit dieser Technik zu arbeiten. Ich selber mache meistens mehrere Bilder hintereinander, weil wir auch nicht jedes davon gefällt.

Ich schätze mal bei der Acrylfarbe verbrauche ich so 50 bis 100 ml für ein 20X20 Bild. Das hängt auch von der Konsistenz der Acrylfarbe drauf an wie stark sie verdünnt werden kann.

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Als erstes überlegt ihr euch welche Farben ihr bei euren Bild verwenden möchtet.

Die Acrylfarbe gebt ihr den den Becher und verdünnt mit Wasser. Die Konsetenz der Mischung sollte so fließen wie Sahne. Zum testen lasst etwas Farbe euer Rührstäbchen runterlaufen. Tropft die Farbe ist sie zu wässrig. sie sollte wirklich fließen.

Inzwischen merke ich es auch beim umrühren, ob die Konsistenz die richtige ist. Das kommt mit der Zeit.

Ganz wichtig ist eure angemischten Farben müssen die gleiche Konstenz haben, sonst funktioniert es nicht. Wenn ihr eure Farbe zu dick anrührt, dann gibt es Risse. Wenn ihr die Farbe zu dünn mischt, dann läuft sie euch auf der Leinwand weg.

Ausnahme ist davon die Farbe mit der ihr das Bild überzieht, die sollte etwas dünnflüssiger sein als die andere, damit sie gut auf den Farbschichten darunter liegt.

Dann in jede Farbe so 2-3 mal Silikonöl sprühen und noch mal umrühren.

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Jetzt tragt ihr die Farbe auf die Leinwand auf. Dabei ist wichtig die ganze Leinwand muss bedeckt sein. Es dürfen keine Locher bleiben, weil dann dort auch später keine Farbe ist. oft streiche ich jetzt schon Farbe an den Rand der Leinwand, falls ich sie später nicht mehr so viel drehen möchte.

In meinen Fall habe ich dann das neongrün und neonorange auf die Leindwand gegossen.

Wenn ihr damit fertigt seit besprenkelt die Leinwand etwas mit der Farbe, die ihr rüber ziehen wollt. und dann auch ihr auch eine Seite aus an der ihr ganz am Rand schmal die Farbe aufträgt. In meinem Fall das schwarz.

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Dann wird ein Stück vom Klarsichtfolie raufgelegt. Dabei müsst ihr vorsichtig sein. Sie sollte ganz am Rand ansetzen und muss auf der ganzen Fläche aufliegen. Nur leicht auf der Farbe liegen und nur so 1 cm Farbe mit sich ziehen.

Theoretisch könnte man auch mit einem Spachtel arbeiten, wenn man da ein gutes Gefühl für hat, denn die Farbe darf nur leicht rüber gezogen werden.

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Wenn alles geklappt hat sollte die schwarze Farbe über den Bild sein und es sollten sich bereits kleine Zellen bilden, wo die Farbe darunter zum Vorschein kommt. Ihr solltet da ruhig ein, zwei Minuten warten wie sich das Bild entwickelt.

Wenn ihr mit dem Bild so noch nicht zufrieden seid könnt ihr das Bild jetzt noch bewegen und etwas Farbe in die eine oder andere Richtung herunterlaufen lassen.

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Als letzter Schritt kommt der Lötbrenner mit ins Spiel. Ihr geht vorsichtig mit den Lötbrenner über das Bild. Nicht zu lange an einer Stelle und nicht zu nah ran gehen, weil sonst die Farbe dampft bzw. ihr Gefahr läuft sie zu verbrennen.

Im idealen Fall bilden sich jetzt auf dem Bild noch feinere Strukturen.

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Jetzt muss das Bild noch trocknen. Das kann je nach Wetterlage, Farbe und Größe vom Bild varieren von über Nacht bis zu mehreren Tagen. Wichtig ist die Bilder nicht direkt in der prallen Sonne trocknen, weil dann die oberste Farbschicht zu schnell trocknet und es Risse gibt. Mag auch ein netter Effekt sein, aber eigentlich nicht das Ziel.

Vor allem achtet darauf, dass das Bild gerade steht, weil sonst die Farbe euch doch noch wegfließen könnte. Beim Trocknen kann ich das Bild noch verändern.

Nach dem Trocknen könnt ihr das Bild noch mit Acryllack oder ähnlichen überziehen, wenn ihr die Farben wieder mehr zum leuchten bringen wollt. Durch das verdünnen mit Wasser verlieren sie etwas an Leuchtkraft.

Ich habe jetzt nur drei Farben genommen und es sieht doch etwas eintönig aus. Wenn ihr mehr Farben nehmt, dann wird es natürlich bunter.

Wenn ihr feiner Farbverläufe haben möchtet lohnt es sich die Farbe in Flaschen mit Tüllen aufzutragen. Ich nehme dafür Plastiköler aus dem Baumarkt. Ich mische die Farbe dann auch in der Flasche an und muss mich dann eben mehr auf mein Gehör verlassen, ob die Konsistenz stimmt.

Es hat den Vorteil die nicht verbrauchte Farbe kann ich den den Flaschen dann auch aufbewahren.

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Bei drei Farben ist der Unterschied nicht so deutlich  zu sehen, aber ich hoffe etwas erkennt man ihn.

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Beim fertig gearbeiten Bild finde ich schon sieht man den Unterschied, dass die Farben dadurch in feineren Linien aufgetragen werden können.

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Hier eine farbenfrohere Variante, wo ich das Bild nach dem Trocknen noch bearbeitet habe.

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Es macht auf jeden Fall viel Spaß. Es ist eine Technik auf die man sich einfach mal überraschen lassen muss was dabei raus kommt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Acrylbild – Wasserschlacht

wasserschlachtlogo

Wie ich schon erwähnt habe nehme ich am Kulturradeln vom Bienbüttler Kulturverein am 12. und 13. September 2015 teil. Zu meiner Freunde habe ich endeckt das Flyer ist dazu schon fertig. Wer Lust hat vorbei zu kommen findet mich bei Station 11.

Nachtrag: Leider hat mir meine Gastgeberin aus persönlichen Gründen abgesagt. Ich finde es schade, aber dafür habe ich jetzt wieder mehr Zeit für meine anderen Projekte.

Bis dahin werde gibt es noch einiges zu tun. Ich möchte noch einige Acylbilder malen. Weiter an den Schaukästen arbeiten und mit Sicherheit die eine oder andere Karte basteln. Es gibt noch einige Ideen, die ich bis dahin umsetzen möchte.

Ich hoffe nach dem Kulturradeln wieder mehr Zeit für meinen Blog zu haben und vor allem wieder einen Balkon zu haben um „schnell“ mal Fotos machen zu können.